Mit Humor durchs Gartenjahr

Freitag, 22.4.2022 – 19 Uhr

Christiane Palm-Hoffmeister
liest aus
Karel Čapek „Das Jahr des Gärtners“
Musik:
Wolfgang Roggenkamp

Statt Eintritt sind Spenden für die Ukrainehilfe erbeten.
Anmeldung ist hilfreich aber nicht Voraussetzung: oder Tel. 0151 156 861 82 – aktueller Coronatest ist gern gesehen.

Öffentlich vorlesen aus einem Gartenbuch?! – kann das interessant sein? Offenbar kann es das, denn seit 1929 erfreut sich Čapeks Bestseller „Das Jahr des Gärtners“ ungebrochener Beliebtheit. „Zwei Gewächse sind es vor allem, die Karel Čapek in seinem literarischen Garten hegt und pflegt“ , erzählt Christiane Palm-Hoffmeister, „der Humor und die Ironie. Sie verströmen heitere Gelassenheit und machen uns zu Sympathisanten des gärtnernden Teils der Menschheit“. Palm-Hoffmeister, selbst Autorin, schätzt die „Alltagstauglichkeit“ von Kultur, die an der Lebensrealität der Zuhörerinnen und Zuhörer ansetzt, wie die Gartengeschichten von Čapek.

Karel Čapek ist einer der bedeutensten tschechischen Schriftsteller mit einem umfassenden und vielseitigen Werk. International bekannt sind heute seine Romane, die der Science Fiction zugerechnet werden. Das Wort Roboter geht zurück auf ein Drama aus Čapeks Feder (von robota – Arbeit, Fronarbeit), stammt allerdings vom Bruder, dem Maler und Zeichner Josef Čapek. Josef illustrierte die meisen Werke seines Bruders Karel.

Die Bekanntschaft mit Josef & Karel Čapek begann für Palm-Hoffmeister bereits 1952, in einem der ersten Bücher, die sie als Kind selbst lesen konnte. „ Die Geschichte und die Zeichungen vom Hund und der Katze, die gemeinsam einen Haushalt führten, waren mir unvergesslich, obwohl das Buch längst von meinen kleinen Brüdern zerstückelt worden war“ erinnert sich Palm-Hoffmeister.

Auch die Zeichnungen zum „Jahr des Gärtners“ stammen von Čapeks Bruder Josef. Sie skizzieren das menschliche Treiben mit demselben Humor und werden ergänzend zu den gelesenen Texten auf einer Leinwand zu sehen sein. Musikalische Pausen gestaltet Wolfgang Roggenkamp, der Gästen aus dem Landkreis mit verschiedenen Bands gut bekannt ist.

Kurzfilmtag

Am 21.12. ist der kürzeste Tag des Jahres und damit das ideale Datum für einen Filmabend, der sich dem Kurzfilm widmet.

Wir sind wieder dabei! In diesem Jahr wird es wohl in Präsenz möglich sein.

Wir haben uns für „Tafelsilber“ entschieden, ein Programm aus 10 Kurzfilmen zwischen 1 und 15 Minuten, insgesamt 80 Minuten. Mehr Details gibt’s hier

Am Dienstag, 21.12.2021 um 19 Uhr bei Hibbelers auf der Diele.
Eintritt: 6 €
Anmeldung ist hilfreich aber nicht zwingend.

Wie es z.Zt. aussieht, werden die 2G+ Regeln erforderlich sein. Zusätzlich bauen wir so auf, dass zwischen Haushalten ein angemessener Abstand eingehalten werden kann.

 

 

Ein Hauch von Operngala

Das Opernkonzert am 6. November fand vor voll besetzten Reihen statt. Trotz der 2G-Regel waren zwischen den Haushalten Abstände aufgebaut, sodass ca. 20 Sitzplätze verloren gingen. Das Publikum war aus allen Teilen des Landkreises und aus Bremen und Oldenburg angereist, um die drei renommierten Künstler*innen zu sehen und die Musik live zu erleben.

Die Sopranistin Julia Bachmann, der Tenor Luis Olivares Sandoval und die Pianistin Suwon Kim ließen einen Hauch von Operngala für zwei Stunden durch die Diele streichen. Sie präsentierten ein Programm aus Arien und Duetten und ließen es auch nicht an theatralischen Einlagen fehlen. Julia Bachmann moderierte zwischen den Stücken und erläuterte den inhaltlichen Zusammenhang zu den Geschichten der Zarzuelas.

Nach der Pause wurden lateinamerikanische und italienische Lieder vorgetragen, die von Dietz Tretschok angesagt und kurz erklärt wurden. Nach fast zwei Stunden verlangte das begeisterte Publikum mehrere Zugaben.

Natürlich stehen die Stimmen im Vordergrund und Julia und Luis an der Rampe der Bühne, doch ebenso eindrucksvoll war das Spiel der Pianistin Suwon Kim. Am roten Klavier begleitete sie den Gesang mit viel Einfühlungsvermögen und Perfektion und füllte den Raum mit Spielfreude und Charme.

Ein toller Abend, an dem drei großartige Künstler*innen und eine alte Diele mit Pferdeställen zu einer rustikalen Operngala verschmolzen.

Mehrmals war aus dem Publikum zu hören: Unbedingt wiederholen!